Tschö Hamburg
Mein Brasa from anasa Masa Felich (ja, das ist richtig geschrieben) hat mir in zweierlei Hinsicht den Trip gleich am Anfang versüßt. Nicht nur, daß er sich erbarmt hat Herrn Sandhorst zum Flughafen zu fahren, sondern spendiert auch noch gleich einen Ziplock Beutel, für den ich am Flughafen vermutlich ein Hypothek hätte aufnehmen müssen. Danköööö!!!
Trotz Ferienbeginn ist es halbwegs ruhig. Weil ich als Kind von, was Flüge betrifft, recht nervösen Elternteilen konditioniert wurde ca. 2-3 Tage vor Abflug am Flughafen einzutrudeln, hat der Check-In Schalter noch nicht geöffnet und es gibt nur eine kleine Schlange, die im Verlauf der Zeit auch nicht viel größer wird. Nice, man kann auch mal Glück haben. Koffer aufgegeben und durch den Sicherheitscheck, der, ob der ständigen Feierlaune der Airport-Security Animateure, einfach nur Spaß macht und ich stell mich nur deshalb nicht gleich nochmal an, weil ich nen Flug kriegen muss.
Im Duty-Free Shop besorge ich mir noch Kaugummi und einen halben Liter irgendwas: 14,98. Dabei begegne ich einem recht kleinwüchsigen Herren, der mich irgendwie an Sacha Baron Cohen’s Sidekick aus Borat erinnert und der, sich hin und wieder nach dem Personal umsieht, während er sich in der Parfüm-Abteilung eine Probe nach der anderen in’s Gesicht drückt. Hat wohl noch Zeit bis zum Flug. Und fliegt hoffentlich allein.
OMG Boarding-Time, die Dame am Gate nuschelt irgendwas in das Mikro, aber ich verstehe Passagiere und Warschau, das reicht. Im Flieger dann Ernüchterung: die Zeiten, wo man das Staufach über seinem Sitz für sein Handgepäck genutzt hat, scheinen irgendwie vorüber zu sein. War kein schlechtes System, aber “jeder knallt seinen Scheiß rein, wo er gerade Bock hat” ist en vogue und so stopfe ich meinen Rucksack irgendwie unter den Sitz.
Die Crew stellt sich vor. Wir fliegen LOT. Katsczarczsyna und Wocjzsscjiczech sind unsere Kabinencrew und Wocjzsscjiczech benutzt hundert pro Haarmousse, weil Holy Shit das Volumen. Der Junge ist nicht wirklich groß gewachsen, passt aber trotzdem kaum durch die Kabine.
Ein knappe viertel Stunde nach Take-Off serviert Katsczarczsyna uns Snacks. “Sweet or Salty?” möchte sie wissen. “Salty” sage, ich und erhalte ein…einen…hmm, keine Ahnung was, aber ich habe Hunger und stell es mir rein. Nach den ersten Bissen stellt sich heraus, dass es mein Lieblingssnack ist: graues Fleisch.
Schmeckt tatsächlich weniger schlimm, als es aussieht. Als nächstes lässt LOT die Korken knallen. “Water, Coffee or Tea?” Ich verzichte, da ich noch meine Flasche aus dem Duty Free Shop habe. Erschwerend kommt hinzu, daß Wocjzsscjiczech ja das ganze Volumen für seine Haarpracht haben wollte und somit nichts mehr für die Sitze übrig war. Da kann ich nichts drauf parken, ohne es festzuhalten.
In Warschau heiß es dann rennen, denn ich habe nur 45 Minuten für den Transfer. klappt aber alles und um 21:45 heben wir ab.
Durch die Zeitverschiebung wird es recht spät und wir landen in Tiflis um 03:20 Ortszeit. Georgien heißt uns mit strahlendem Gewitter willkommen.